Da bei mir stricktechnisch gerade nichts fertig wird, möchte ich euch die Herstellung meines Kräutersalzes zeigen. Bei diesem grauen Wetter (ich glaube bei uns hat dieses Jahr noch gar nicht die Sonne gescheint) ist das Hineinriechen in das Salz wie der Duft des Sommers. Gesehen habe ich die Herstellung dieses Salzes bei
Flotte Lotte. Bereits letzten Frühling habe ich in meiner Kräuterspirale die Kräuter dafür angepflanzt, diese konnte ich dann im Juni ernten.
Für die Herstellung braucht man wirklich viele Kräuter. Ich hatte 1 kg grobes Meersalz und ca. 500 gr. Kräuter (das ist ne ganze abgeerntete Kräuterspriale), die ich mit Hilfe meines Mannes sehr fein gewogen habe. Die Kräuter und das Salz durften nun in eine große verschließbare Schüssel (ein großes Schraubglas ist bestimmt auch sehr gut, da es im Kühlschrank nicht so viel Platz wegnimmt) und wurden für 6 (!) Monate in den Kühlschrank gestellt. Die Schüssel war ein bissschen nervig, da sie doch sperrig war. Ich war ja so neugierig und wollte doch mal reingucken, habe mich aber wirklich beherrschen könnnen.
Mitte Dezember war es dann so weit: Ich durfte die Schüssel öffnen. Der Duft war einfach unbeschreiblich! Und so sah es in der Schüssel aus:

Immer nur die halbe Menge habe ich auf ein Backblech verteilt und bei ca. 80 Grad für bestimmt 2 Stunden in den Backofen geschoben. Die Kräuter müssen am Ende sehr trocken sein! Also lieber etwas länger! Der Duft in der Wohnung war wieder herrlich! Bei vielen wird es da in der Vorweihnachtszeit nach Plätzchen geduftet haben, bei mir roch es nach den Kräutern des Sommers.

Das getrocknete Salz kam dann in meine Getreidemühle und wurde auf feinster Stufe gemahlen. Heraus kam wunderbar feines und rieseliges Kräutersalz.

Das fertige Salz habe ich in kleine Gläser (vom schwedischen Möbelhaus) gefüllt und mit schönen Etiketten (Vorlagen gibt es
hier) versehen. So wurden die Gläser dann an liebe Verwandte und Freunde zu Weihnachten verschenkt.

Ein bisschen von dem Salz habe ich in Marmeladen- oder Tomatenmarkgläser (vom Bioladen, die sind so schön klein) gefüllt und mit Serviette und Schleife verziert.

Bei mir blieb ein großes Glas gemahlenes Salz und ein kleineres Glas ungemahlenes (für z.B. Ofenkartoffeln).
So, wer von euch nun auch Lust bekommen hat, dieses Salz selber zu fabrizieren den wünsche ich nun viel Spaß bei der Kräutergartenplanung. Ist bei diesem grauen Winterwetter sicherlich eine gute Beschäftigung gegen die Winterdepression (oder scheint bei euch die Sonne?).