Samstag, 29. Juni 2013

Küchentage


 Wenn es so ist wie die letzte Woche: viele anstrengende Gespräche in der Arbeit- viele Probleme in den Familien, die ich betreue- viele Termine nach der Arbeit- Berichte und Referat zu schreiben- der Mann jeden Abend lange in der Arbeit und sehr müde ist, dann ist am Freitag oft mein Akku leer.
 Ich möchte dann nicht reden, gerne ein bisschen allein sein, etwas mit meinen Händen tun, nicht nachdenken müssen und gehe dann oft in meine Küche. Dort überlege ich, was ich für das Wochenende backen oder kochen könnte. Diesen Freitag habe ich mal erst den Kühlschrank durchforstet und Dinkel gemahlen.
Dann unseren Lieblingsschokokuchen gebacken. Das Rezept ist hier. Anschließend noch schnell zwei Brote nach diesem schnellen Rezept in den Backofen geschoben.
Nachmittags kamen der Mann von der Arbeit und der Sohn von der Schule. Beide haben sich so über Kuchen und frisches Brot gefreut. Das tut dann auch mir gut, ich hatte einen ruhigen Vormittag, konnte wieder zu mir kommen. Auch ein schnelles Erfolgserlebnis ist für mich so greifbar und v.a. lecker.
 Heute vormittag habe ich mit der Küchenzeit weitergemacht. Die Holunderblüten für den Zucker waren durchgetrocknet und kamen zusammen mit Zucker ins Thermoschätzchen.
 Vor dem Regen waren der Mann und der Sohn beim Erdbeerplücken. Ganze 9 Kilo brachten sie mit. Ich hab die dann schnell gewaschen und geputzt.
 Aus 5 Kilo Erdbeeren haben der Mann und ich Marmelade gekocht. Die dürften wohl bis zur nächsten Ernte reichen. Es wurden 22 Gläser. Einen Teil der restlichen Erdbeeren haben wir zum Essen in den Kühlschrank gestellt, den größeren Teil in passende Portionen für selbstgemachtes Erdbeereis eingefroren.
 So, und heute ist meine Welt wieder ein bisschen in Ordnung. Ich freue mich über die "Küchenwerke", habe mich erholt, mir am Freitag -trotz Zeitmagel- zusammen mit dem Liebsten einen Büchereibesuch gegönnt, viel gestrickt und gelesen. Manchmal ist das nötig, die Akkus füllen sich wieder. Das ist auch gut so. Nächste Woche stehen stressige Arbeitstage und eine anstrengende 4-Tages-Fortbildung an.

1 Kommentar:

  1. Das klingt alles sehr lecker :) da bekommt man gleich Appetit zu kosten!

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