Montag, 13. April 2015

DIY Neue Kerzen aus Kerzenresten TUTORIAL

Im Hause Creawolle brennen abends so gut wie immer Kerzen. Es bleibt am Ende der Brenndauer so ein unansehnlicher Wachshaufen übrig. Bis zu diesem Jahr habe ich die immer weggeschmissen. Nach dem Abdekorieren der Weihnachtssachen wurde ein Beutel für Wachsreste eingeführt. Seitdem wurde hier gesammelt und nicht mehr entsorgt. 

Das Ergebnis: unglaubliche 1,7 kg Wachsreste! Ich war so überrascht, wie viel da in den Mülleimer wandert.

So, aber nun geht es los! Denn es sollen ja wieder schöne neue Kerzen aus den Resten werden. Als ich mich damit befaßt habe, ist mir eingefallen, dass mein Vater, als ich noch Kind war, auch immer aus den Resten neue Kerzen gegossen hat, liegt also wohl in den Genen.
Die Kerzenreste habe ich erst mal aus ihrer Tüte befreit und nach Farbe und Wachsart (Bienenwachs!) sortiert.
Mit einer alten Schere wurden nun ganz weit unten im Wachs die schwarzen Dochtreste abgeschnitten. Wenn man das nicht tut, wird das geschmolzene Wachs sehr "schmutzig".
Flugs hat Hr. Creawolle die alten Töpfe (nehme ich zum Wollefärben oder Seifesieden) aus dem Keller geholt, ein altes Sieb macht das Herausholen von Dochtresten und anderen Verunreinigungen unnötig und ist sehr hilfreich. Fr. Creawolle hat ihre ätherischen Öle, Docht, leere Kerzengläser (es gehen auch Tassen, Übertöpfchen, ...) und kleine Steinchen hervorgekramt. 

Dann konnte es auch schon losgehen: Eine erste Menge weißer Kerzenreste wurden schon mal im Wasserbad eingeschmolzen.
Die Dochtstücke habe ich recht lang zugeschnitten, dann mal kurz durch das flüssige Wachs gezogen, damit sie fester werden. Unten wurde ein kleines Steinchen angeknotet. Ohne ist bei mir der Docht im Wachs geschwommen. So bleibt er schön unten, vielleicht wisst Ihr ja einen anderen Trick?

Oben, am Glasrand,  den Docht über ein Schaschlikstäbchen knoten oder mit flüssigem Wachs "ankleben".
Das heiße Wachs nun (durch ein Sieb, ich hab ein altes, sehr feines aus Plastik genommen) in das Glas eingiessen. Als alles ein bisschen abgekühlt war, wurden noch ätherische Öle dazu gegeben. Ich hoffe, dass es dann gut duftet, wenn ich die Kerzen anzünde.

Das Wachs zieht sich beim Abkühlen stark zusammen (bei mir v.a. bei Grün). Es entstand ein "Loch" in der Kerze. Meine Kerzen brennen trotzdem gut. Wer das nicht haben möchte, hebt einfach ein bisschen Wachs auf, macht es nochmal flüssig und giest das Loch damit zu.
So viele neue Kerzen sind herausgekommen: Es waren nur Kerzenreste, alte Kerzen- oder Weckgläser, Docht und ein wenig Zeit und Geduld nötig. Werde ich bestimmt wieder machen. Wir müssen nun länger keine neuen Kerzen mehr einkaufen ...

Dieser Beitrag wandert zum Upcycling Tuesday beim Werkeltagebuch. Guckt mal nach, da gibt es viele tolle Ideen ...

Kommentare:

  1. Sehr schöne Kerzen sind da bei dir entstanden.
    Wir waren mal in einer Kerzenwerkstatt und haben selbst Kerzen gemacht. Dort wurden die Farben auf Bleche gegossen und nach dem Auskühlen in Würfel geschnitten. Damit konnte man die Formen füllen, je nach Belieben. Zum Schluss wurden die Lücken mit flüssigem Wachs gefüllt. Nach dem Erkalten aus der Form lösen, und die Seiten glatt bügeln.
    LG von TAC

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  2. Tolle Idee. Ich werde Wachs sammeln und es bestimmt mal nachmachen. Danke
    LG Ute

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  3. Sehr gute Idee. Da fällt mir ein ich habe so einige einzelne Kaffeetassen im Keller.
    Alles Liebe von Ariane aus Wien

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